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Zeremonien und Rituale

Unser Leben und Miteinander ist ein Prozess, der in bestimmten Phasen herausfordernde Übergänge mit sich bringt. Diese Übergänge sind Zeiten der Wandlung, der Veränderung. Manchmal fordern sie uns bis hin zur Überforderung oder in eine tiefe Krise.  

Derartige einschneidende Übergänge kennen wir zum Beispiel

  • bei der eigenen Geburt, der Pubertät,
  • dem Übergang zum Erwachsenen,
  • einer Arbeitslosigkeit oder einem Berufswechsel,
  • der Ehe,
  • der Geburt des Kindes
  • aber auch bei einer Scheidung.

Auch Phasen der Trauer und des Verlustes wie

  • nach einer Fehlgeburt,
  • dem Tod eines Kindes,
  • Ehepartners oder Elternteils

aber Pandemien wie jetzt durch CORANA/COVID können so ein schwerer Einschnitt sein. Dem Menschen wird ein großer inneren und äußerer Wandel abverlangt, um wieder zurück in eine neue „Normalität“ zu finden. Auch Gruppen wie Familien, Teams oder ganze Unternehmen gehen durch solche Prozesse und durchleben vergleichbare Phasen. 

Rituale folgen einem vorgefertigten Rahmen und einer starren Schablone, mit welchen der Übergang erleichtert werden soll. Das war sicher auch irgendwann einmal gut so, oft werden diese Rituale allerdings zu leeren Hülsen, die nur noch abgespult werden. Der Inhalt fehlt. Sie sind tot und damit nicht konstruktiv.

Zeremonien sind lebendig und dienen dem Leben.

Die Teilnehmer einer Zeremonie gestalten diese individuell. So wird die Zeremonie zu einer Feier des Lebens, man erinnert sich gerne daran und zieht Kraft für den Übergang in die neue Zeit. Viele sagen, sie katapultierten sich durch die Zeremonie bereits in den nächsten Lebensabschnitt. So kann Leichtigkeit entstehen.

Zeremonien für heilsame Veränderungen

In allen Kulturen und Religionen wusste man darum und fand eine Lösung in kraftvollen Zeremonien, die uns helfen, Hürden mit Schwung zu nehmen. Damit werden sie zum eigenen Wege der Heilung. Die

Zeremonie kann den Weg aus der Not in eine neue Ordnung aufzeigen.

Sakramente wie Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit, Weihen, Beichte, Krankensalbung bzw. letzte Ölung spiegeln das im christlichen Glauben wieder.

Bei wirksamen Ritualen geht es nicht um das Alltägliche und sind nicht die Kleidung, Geschenke und die Feier das Wichtige. Wobei dies ein natürlicher Ausdruck der Würdigung des Augenblicks und der Freude über die gewonnene Kraft, die hilfreichen Erkenntnisse und die erfahrene Heilung sind.

Zur Heilung kann eine Zeremonie werden, wenn zum Einen Bewegung stattfinden kann und zum Anderen trotzdem ein geordneter Rahmen gegeben ist. Dann wird das Geschehen zum Spiegel dessen, was ist. Das Offenbarte kann betrachtet werden und es findet positive Veränderung statt.

Die Aufgabe des Ritualleiters - Aufbauen und Halten eines heiligen und damit heilsamen Raums

Zeremonien können bereits kleine aber bewusste Handlungen sein, die sich aber abheben vom Profanen und alltäglichen Leben. Wird ein Ritual gemacht, weil man es macht, weil es schon immer so war, weil man einen eingeschliffenen Mechanismus folgt, hat dies nichts mehr mit Heilung zu tun, sondern eher mit dem Gegenteil.

Rituale finden also zu einer herausgehobenen Zeit jenseits vom Alltag statt. Doch nicht nur die Zeit ist entscheidend auch der Raum. Es wird ein heiliger Raum geschaffen, der sauber, schön und vor allem klar strukturiert ist. Für die Klarheit und Struktur im zeitlichen Ablauf und in der Schaffung und Einhaltung des Raumes ist der Ritualleiter zuständig. Er schafft so durch seine Klarheit, einen heile, heilige oder heilende Raumzeit.

Alles, was die Teilnehmer der Zeremonie in diese Raum einbringen, wird darin verstärkt. Man könnte sagen, es gibt eine Art Echo oder Widerhall, der das, was ist, lauter und damit bewusst macht bzw. das Ausgesprochene in Resonanz bringt und damit eine neue Realität schafft. Deshalb ist die Klarheit, Schönheit und Reinheit während des Rituals sehr wichtig. Die Struktur und Klarheit in Raum und Zeit geht auf die Teilnehmer über. So wird der heilige Raum zum heilsamen Raum.

Je klarer dann auch zum Beispiel ein Gebet formuliert wird, umso effektiver und effizienter kann es wirken. Alles, was sich während der Zeremonie zeigt, ist hilfreiche Information und kann der Erkenntnis dienen. 

Rituale können als „Vorlage“ der Zeremonie zur Heilung oder für Übergänge in Wandlungsphasen herangezogen werden. Die Teilnehmer bestimmen allerdings den Ablauf der Zeremonie mit dem Ritualleiter. Generell ist bereits die Vorbereitung der Zeremonie ein wichtiger Bestandteil von dieser. Oft nimmt sie nicht nur die meiste Zeit in Anspruch, sondern ist auch wichtiger Teil des Erkenntnis- und Heilungsweges.   

Pfeifenzeremonie

Die Pfeife ist ein altes Werkzeug der Schamanen. Es ist nicht nur Symbol der Verbindung des Männlichen und Weiblichen, sondern auch Mittel zur Kommunikation mit dem großen Ganzen. Die Pfeife kann als "Friedenspfeife" innerhalb einer Gruppe genutzt werden, aber auch zum geistigen Heilen, zur Umsetzung von Wünschen und Visionen, zur Erkenntnisgewinnung oder zur persönlichen Entwicklung.

Durch die Anbindung der Pfeife an eine Tradition und damit an ein großes, starkes morphisches Feld wird die Wirkung von Ritualen und die Wirkung noch einmal verstärkt.

 

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